Psychologie und Motivation

Um Bestleistungen generieren zu können, ist es für Menschen wichtig, eine hohe Motivation aufzuweisen. Dies streckt sich über die unterschiedlichsten Bereiche wie Sport, Beruf und das Leben im Allgemeinen.

Die Arten der Motivation

Grundsätzlich wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Bei der intrinsischen ist die Person selbst darin bestrebt, ein gewisses Ziel zu erreichen. Häufig ist dies der Fall, wenn ein Thema als besonders interessant erachtet wird, beispielsweise bei Hobbys. Im Gegensatz dazu benötigt die extrinsische Motivation einen äußeren Anreiz zur vollständigen Leistungsbereitschaft. Im Arbeitsleben übernehmen diese Aufgabe häufig Bonuszahlungen, wenn ein gewisses Ziel erreicht wird.

Welche Motivation ist also die bessere? Die Selbstbestimmungstheorie von E. Deci und R. Ryan besagt, dass beide Arten einen Menschen antreiben. Langfristig ist aber die intrinsische Motivation ausschlaggebend. Warum? Andernfalls benötigt ein Mensch immer eine Bestätigung oder einen Leistungsanreiz von außen.

Tipps zur höheren Motivation

1. Positiv Denken

Dies hört sich auf den ersten Blick vielleicht sehr trivial und selbsterklärend an. Jedoch sollte versucht werden, bevorstehenden Aufgaben und Ereignissen positiv gegenüber eingestellt zu sein. Dies gelingt nur, wenn die innere Grundeinstellung stimmt. Es kann helfen, das bevorstehende Gespräch mit dem Chef nicht als Belastung, sondern als Chance zu sehen.

2. Lob als Motivationsfaktor

Heutzutage wird vieles als selbstverständlich vorausgesetzt. Häufig wird erklärt, dass eine Arbeitskraft dafür bezahlt werde, ihren Job korrekt auszuführen und deshalb sei Lob überflüssig. In einer durchgeführten Studie fand die Wissenschaftlerin Carol Dweck heraus, dass Lob die Leistungsbereitschaft bei Arbeitskräften erhöht. Dies lässt sich auch neurobiologisch belegen. Lob setzt im Gehirn eine Mischung aus Oxytocin, Dopamin und weiteren Botenstoffen frei, die sich positiv auf das menschliche Glücksempfinden auswirken. Lob sollte jedoch erst ausgesprochen werden, wenn eine Tätigkeit abgeschlossen ist.

3. Individuelle Selbstentfaltung

Ob auf der Arbeit oder privat: Menschen fühlen sich am wohlsten, wenn ihre persönlichen Bedürfnisse erfüllt werden und sie frei handeln können. Durch die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung nimmt eine Person auch freiwillig einen höheren Arbeitseinsatz in Kauf. Zum praktischen Bezug: Ein Mitarbeiter, der angeregt und interessiert an einem Projekt arbeitet, wird nicht ständig auf die Uhrzeit achten und den Feierabend herbeisehnen. Wer sich frei entfalten und individuelle mit beruflichen Interessen kombinieren kann, zeichnet sich durch eine deutlich höhere Motivation aus.

4. Abwechslung contra Routine

Immer wieder den gleichen Ablauf zu erleben, kann auf Dauer demotivieren und damit die Leistungsbereitschaft herabsetzen. Es ist daher wichtig, neue Erfahrungen und Herausforderungen anzunehmen. Selbstverständlich gibt es Arbeitsbereiche oder Aufgaben, die eine Routine erwarten, wie zum Beispiel Arbeiten am Fließband. Unilaterale Belastungen haben jedoch auch eine negative Auswirkung auf den menschlichen Körper. Somit kann auch in diesem Bereich Abhilfe geschaffen werden, wenn eine Arbeitskraft an unterschiedlichen Orten tätig sein kann.

Belohnung als Motivation?

Immer wieder liest man, dass Belohnungen als Leistungsanreiz ausgesprochen werden sollten. Aber Achtung: Diese mögen vielleicht kurzfristig die Motivation erhöhen. Auf Dauer können sie sich jedoch negativ auswirken. Dies bestätigen mehrere Studien der Verhaltensforschung.

Die Mischung ist ausschlaggebend
Es gibt viele Methoden, die darauf abzielen, die menschliche Motivation erhöhen. Ideal ist, wenn ein Mix aus allen genannten Faktoren angewendet wird.